Höret, höret, Ihr wackeren Reiter der elektrischen Rosse!
Im Namen des Hohen Rates der Kurbelnden ergeht Kunde von einer Expedition von großer Herrlichkeit und überschaubarem Leiden.
Wir versammeln uns zu Bernau und rollen zunächst gemächlich auf dem ehrwürdigen Wege „Genial Vital“, auf dass Knie, Motor und Gemüt in Einklang gelangen mögen.
Vorbei an Grassau führt unser Zug zur Talstation der Hochplattenbahn, wo die eigentliche Prüfung beginnt. Rund fünfhundert Höhenmeter sind zu bezwingen, ehe wir die edle Staffnalm erreichen. Dort wird dem durstigen Volke ein Trunk gereicht, damit niemand vorzeitig seinen Lehnseid an den Akku aufkündige.
Doch die Reise sei noch nicht vollendet! Weitere dreihundert Höhenmeter führen uns hinauf zur Piesenhauser Hochalm. Dort erwarten uns Brotzeit, Getränke und eine wohlverdiente Rast. Die Gelehrten nennen dies das Orographische Kompensationsprinzip: Für jeden erklommenen Höhenmeter wird eine angemessene Menge Kalorien zurückerstattet.
Gestärkt ziehen wir weiter und genießen eine einfache Abfahrt, unterbrochen lediglich von einem kurzen Gegenanstieg, welcher traditionell dazu dient, die zuvor ausgesprochene Freude über die Abfahrt wieder einzufangen.
Anschließend erreichen wir die Panoramaterrasse des Adersbergs, wo sich dem Auge Ausblicke darbieten, die selbst mürrische Kettennieter für wenige Augenblicke verstummen lassen.
Von dort führt der Weg talwärts über einen S1-/S2-Pfad. Erfahrung auf Trails bis Schwierigkeitsgrad S2 sei daher von Nutzen. Wer dem Abenteuer weniger zugeneigt ist, kann diese Passage ehrenhaft über Straße und S0-Wege umfahren und dennoch seinen Platz in den Annalen behalten.
Zum Abschluss rollen wir entspannt zurück nach Bernau, wo Ruhm, Staub und Akkustände gezählt werden.
📏 Distanz: ca. 35 km
⛰️ Höhenmeter: ca. 1.200 Hm
🔋 Zugelassen: ausschließlich eBike
🌲 Trailniveau: bis S2 (Umfahrung möglich)
Wichtige Kunde: Zugelassen sind ausschließlich elektrische Streitrosse. Bio-Ritter mögen diese Gelegenheit nutzen, ihre Kräfte für spätere Heldentaten zu schonen.
So kommet zahlreich, auf dass eine würdige Schar zusammenfinde und kein Kuchenstück auf den Almen unnötig lange unbeaufsichtigt bleibe.
⚠️
Wer seinen Namen in die Liste der Mitreisenden einträgt, gibt damit sein ehrbares Wort. Die Anmeldung gilt als feste Zusage und nicht als unverbindliche Prophezeiung eines Hofastrologen.
Ein leerer Platz am Tage der Ausfahrt ist nämlich ungefähr so erfreulich wie ein leerer Bierkrug auf der Alm.
Ferner sei verkündet: Die angeschlage Zeit ist tatsächlich die Zeit des Aufbruchs. Wenn die Uhr schlägt, reiten wir los. Wahrhaftig.
👉 Die Plätze werden nicht allein nach der Geschwindigkeit eintreffender Brieftauben vergeben. Der Tourenmeister achtet vielmehr auf eine harmonische Gemeinschaft.
Wer nach Bestzeiten, Rekorden oder persönlichem Ruhm strebt, wird vermutlich enttäuscht. Wir reisen gemeinsam und warten aufeinander. Die angegebene Fahrzeit ist dabei eher eine wohlwollende Schätzung als ein unumstößliches Naturgesetz.
Für Euer Verständnis gebührt Euch der Dank des gesamten Kurbelreiches.