Von der Kirschblüte zur "28plus" – Eine Blumenflor-Wanderung um Ockstadt –

Im Themenkreis „Blumenflor-Wanderung“ geht es heute durch den üppigen Blumenflor der bekannten Kirschenstadt Ockstadt
(≈ 15 km, ca. 170 Höhenmeter).

Die Geschichte der Ockstädter Kirschen reicht über 250 Jahre zurück und machte den Ort mit seinem ausgedehnten Kirschenberg zu einem der größten zusammenhängenden Streuobstgebiete Hessens. Rund 40.000 Kirschbäume sowie mehr als 10.000 weitere Obstbäume verwandeln den Hang im Frühjahr in ein prächtiges, weißes Blütenmeer.

Bekannt ist Ockstadt vor allem für seine Süßkirschen. Der Begriff „28+“ bezeichnet dabei eine Qualitäts- und Größenklasse:
28+ = mindestens 28 mm Fruchtdurchmesser 🍒.
„Die Größen 28plus (≥ 10 g) sind sehr gut zu vermarkten, und selbstverständlich sollen die Süßkirschen knackig, fest und makellos sein.“

Noch gibt es zahlreiche alte Obstbäume, die gepflegt werden und weiterhin der Obstgewinnung dienen; zunehmend jedoch werden sie durch Niederstammobst ersetzt.

Wir streifen die Kapelle von Hollar, das einzige erhaltene Relikt der im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallenen Siedlung Hollar. Der Ortsname trägt die seltene Endung -lar, die auf Siedlungen germanischen Ursprungs hinweist und zeitlich um 400 n. Chr. einzuordnen ist. Die älteste schriftliche Erwähnung Hollars stammt aus dem Jahr 817. Von der ehemaligen Pfarrkirche blieben lediglich Reste erhalten, die 1722 beim Wiederaufbau Verwendung fanden; der schlichte Bau zeigt äußerlich kaum typische Merkmale der Barockzeit.

Weiter führt der Weg über alte Panzerstraßen durch das FFH-Gebiet „Übungsplatz bei Ockstadt“. Der ehemalige Truppenübungsplatz der US-Army ist heute ein abwechslungsreiches Naturgebiet mit Wiesen, Heideflächen, Kleingewässern (Tümpeln) und Wald.

Vorbei am größten Speierling Deutschlands – einer unverzichtbaren Zutat für den echten Frankfurter Äppelwoi – setzen wir unseren Rundgang durch Frau Holles Blütenzauber in Richtung Ockstädter Burg fort. Schließlich kehren wir zum Ausgangspunkt auf dem Obsthof Gröninger zurück. Der Hof ist donnerstags mit einem Verkaufs- und Verkostungsstand auf dem Erzeugermarkt an der Konstabler Wache vertreten; besonders beliebt ist der fruchtig-komplexe Schobbe. Obstbauer Jörg, bekannt als „der mit den Bäumen tanzt“, öffnet für uns seinen Hof zur Verkostung seines „Stöffchens“.

 

Gudde – wohl bekomm’s!

 

https://www.komoot.com/de-de/tour/2680109407

Organisiert von
Robert aus Frankfurt am Main
So. 12.04.2026 von 11:00 bis 17:00 Uhr
21 Teilnehmer (aktuell ausgebucht)

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.